Europameisterschaften 2016 in London

Ich befinde mich derzeit in London bei den Europameisterschaften im Synchronschwimmen, Wasserspringen und Schwimmen. Dort bin ich als "Volunteer" im Diving Field of Play im Einsatz. Dort bin ich ganz nah am Geschehen und an den Athleten dran. Es ist sehr schön zu sehen, wie Freude ausgedrückt wird. Ob nun von den "alten Hasen" oder eben von den Newcomern, deren Freude offensichtlich größer ist. Ich freue mich immer mit ihn und bin froh, dass ich das hier erleben kann. Ich arbeite mit einem tollen Team zusammen, gemeinsam sind wir "Team Legends". Es ist zwar manchmal schwer, alles zu verstehen (da natürlich auf Englisch gesprochen wird), aber ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt und komme auch besser zurecht. Man nimmt sogar Rücksicht auf mich und spricht extra langsam. Eben war der Vorkampf der Damen von 1m. Unsere Louisa kam auf den 11. Platz und hat sich somit einen Platz im Finale erkämpft 🎉 Ihre Freude darüber war auch zu sehen. Aber auch Athletinnen, die es nicht ins Finale geschafft haben, war Freude anzusehen, denn auch ein Wettkampf, mit dem man zufrieden ist (egal wie er ausgegangen ist) und der Spaß dabei zählen. Heute Abend also Daumen drücken für das 1m Finale mit Louisa und ebenso für das 3m Mixed Synchron Finale mit den Deutschen Paar Christina und Timo.

11.5.16 16:00, kommentieren

Schicksale

Kennt Ihr das? Nichtsahnend schreitet man durch den Tag und irgendwann erhält man eine Nachricht, ein Telefonat oder trifft eine Person. Man erhält Neuigkeiten, die dich und dein Umfeld betreffen. Mal persönlich, mal nur Bekannte von Bekannten....ihr wisst schon. Im Kreise des Sportes kennt man viele unterschiedliche Leuten mit unterschiedlichen Interessen und unterschiedlichen Leben. Welche, die das was sie machen, lieben und sich auch weit und breit nichts anderes vorstellen können, welche, die den ganzen Tag nichts anderes tun für DAS eine Ziel. Und manche, die dies alles am liebsten tun würden, doch von heute auf morgen alles anders ist. Wie traurig kann es für einen Trainer sein, seinen Sportler weinend vor sich zu haben, weil er das, was er sonst täglich am Liebsten getan hat nicht mehr ausführen kann, weil es gesundheitlich nicht mehr möglich ist. Ein Unfall, eine Verletzung, eine Krankheit oder etwas plötzlich auftretendes. Es kann so vieles passieren und niemand ist davor geschützt, aber wenn man plötzlich alles aufgeben muss? Ich als Trainerin könnte mich mit zu den Sportlern stellen und um die Wette weinen und es blutet mir das Herz. Egal, ob es nun ein eigener Sportler von mir ist oder ich ihn nur beiläufig kenne. Gerade am Wochenende habe ich wieder so etwas erlebt und noch jetzt lässt mir das keine Ruhe. Ich sehe dieses Mädchen immer noch vor mir, ganz tapfer versucht sie zu lächeln und mit ihrem Schicksal und der unerwarteten Zukunft zurecht zu kommen. Mir kullerten Tränen als ich sie sah. So tapfer stand sie da mit ihrem eingebundenem Arm, frisch aus dem Krankenhaus. Gute Besserung und das du hoffentlich wieder gesund wirst und zurückkehren kannst, kleine Hannah!

2.5.16 15:06, kommentieren